TechnologieVerfahren: Das Magnetfinish(MF)-Verfahren ist eine neuartige Form der mechanischen Bearbeitung der Oberfläche eines Werkstückes. Das Werkstück wird im Magnetfeld eines Bearbeitungskopfes positioniert. Der Zwischenraum ist mit einem magnetischen Schleifpulver ausgefüllt. Jedes Korn des Pulvers besteht aus verschiedenen Bestandteilen (abrassiven u. magnetischen Komponenten). Die magnetischen Komponenten haben die Funktion, das Pulver im Spalt zu halten, während die abrassiven Komponenten die Schneidfunktion bei der Relativbewegung des Pulvers zum Werkstück übernehmen. Das Pulver haftet auf der Oberfläche des Bearbeitungskopfes und führt dessen Bewegungen aus. Durch den Einsatz von Permanentmagneten wird eine besonders intensive Pulverhaftung erzielt, die einen hohen Arbeitsdruck des Pulvers auf die zu bearbeitende Oberfläche ermöglicht. Dies hat eine entsprechend hohe Produktivität der Schneidarbeit zur Folge. Anwendungen: Es ist sowohl die Behandlung magnetischer (z.B. HSS), schwach magnetischer (z.B. HM), als auch nichtmagnetischer (z.B. Cermet) Werkstoffe möglich. Speziell zur Bearbeitung von Schneidwerkzeugen werden zwei Magnetköpfe eingesetzt. Mit dem MF-Verfahren können Materialien verschiedener Härte u. Zähigkeit bearbeitet werden. Das Pulver dient dabei als elastisches Werkzeug. Die Härte dieses Werkzeuges wird dadurch beeinflußt, daß die technologischen Parameter der Bearbeitung zielgerichtet verändert werden. So wird z.B. durch Vergrößerung des Bearbeitungsabstandes ein weicheres, noch elastischeres Werkzeug erzeugt. Materialspitzen werden definiert abgetragen bis herunter zu Rauhigkeiten von Ra = 0,02 mm und Rz = 0,08 mm. Außenkanten u. Kanten von Ausbrüchen erhalten bei der Bearbeitung mit dem MF-Verfahren einen definiert wählbaren Radius zwischen 3 mm und 50 mm. |
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links: Gew.bohrer, 2. Zahn, 80-fach, schartig u. grathaltig rechts: 15s MF-behandelt, Schartigkeit u. Grat beseitigt, Politur der Schleifriefen |
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Die Senkung der Oberflächenrauhigkeit und die reproduzierbaren Kantenverrundungen prädestinieren das MF-Verfahren für die Bearbeitung unterschiedlichster schneidender Werkzeuge. Das gleichmäßige u. exakt reproduzierbare Verrunden von Schneidkanten ist von Bedeutung, sowohl für Werkzeuge, welche nicht mehr beschichtet werden, als auch zur Vorbereitung einer Beschichtung. Typische Beispiele sind: Gewindewerkzeuge, Fräser, Bohrer, Stanzwerkzeuge etc.. |
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beschichteter Gewindebohrer vor Polieren |
Ein weiteres Anwendungsgebiet für das MF-Verfahren ist das Polieren der beschicheten Oberfläche In nur wenigen Sekunden werden Droplets entfernt u. die Beschichtung selbst poliert. Der Reibwert des Werkzeuges sinkt signifikant. Dieser Effekt wurde bereits an einer Vielzahl von Werkzeugen nachgewiesen. |
beschichteter Gewindebohrer nach Polieren mit MF-Verfahren |
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Das MF-Verfahren ist bei verschiedensten, auch komplexen Oberflächenstrukturen, in einem Arbeitsgang anwendbar. Unsere Ingenieure erproben in Zusammenarbeit mit unseren Kunden ständig weitere Anwendungsgebiete.
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Magnetfinish
GmbH
Prinzipielle
Arbeitsweise des Magnetfinish-Verfahrens
